Es sind 41 Stimmbürger anwesend. Die Versammlung dauert von 20:15 bis 21:55.
Der Präsident begrüsst die anwesenden Stimmbürger zur zweiten Gemeindeversammlung in diesem Jahr.
Als Stimmenzähler werden Frau Anna Margreth Buchli und Herr Gian Zinsli vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Das Protokoll wurde vorgängig mit der Einladung an die GV den Stimmbürgern zugestellt und wird von den Anwesenden einstimmig genehmigt.
Im Gebiet Silvaplana und Schmelze müssen noch die Waldweideausscheidungen vorgenommen werden. Gemäss Forstingenieurin Cristina Fisler, Amt für Wald Region Mittelbünden/Moesano braucht es für eine Waldweideausscheidung ein Weidereglement. Da für die Gemeinde Sufers noch kein solches besteht, hat der Gemeindevorstand ein Reglulativ „Waldweiden der Gemeinde Sufers“ ausgeschafft und unterbreitet dieses der Gemeindeversammlung zur Genehmigung. Es folgt eine angeregte Diskussion. Kaspar Nicca stellt fest, dass im Regulativ über die Waldweiden, die Weideberechtigten benachteiligt werden. Kaspar Nicca stellt folgende Änderungsanträge:
Diese Änderung wird mit 27 Ja- zu 3 Neinstimmen gutgeheissen.
Diesem Änderungsantrag wird mit 24 zu 1 zugestimmt.
Betreffend Jungwuchsförderung möchte Kaspar Nicca, dass dieser Absatz im Regulativ weggelassen wird. Johannes Casutt macht ihn darauf Aufmerksam, dass das Amt für Wald das Regulativ nicht genehmigen wird, wenn dieser Absatz gestrichen werden sollte.
Dieser Änderung wird mit 26 Ja- und 3 Neinstimmen zugestimmt.
Dieser Antrag wird mit 11 Ja und 22 Neinstimmen von den Stimmbürgern abgelehnt.
Das Regulativ der Waldweiden der Gemeinde Sufers wird mit den obgenannten Änderungsanträgen von den anwesenden Stimmbürgern mit 28 Ja und 8 Neinstimmen genehmigt.
Aufgrund der immer schwieriger werdenden Rekrutierung von Schulratsmitglieder in den Schulverband Rheinwald, hat die Delegiertenversammlung des Schulverbandes Rheinwald eine Teilrevision der Organisationsstatuten beschlossen:
Art. 18 Zusammensetzung und Amtsdauer
(Alt) Der Schulrat besteht aus dem Präsidenten und 6 weiteren Mitglieder. Jede Gemeinde stellt ein Mitglied, Splügen deren Vier. Er konstituiert sich selbst.
(Neu) Der Schulrat besteht aus dem Präsidenten und 6 weiteren Mitglieder. Jede Gemeinde stellt mindestens ein Mitglied. Er konstituiert sich selbst.
Die Teilrevision der Statuten des Schulverbandes Rheinwald wird von den anwesenden Stimmbürger einstimmig gutgeheissen.
Johannes Casutt erläutert den anwesenden Stimmbürger das von der HMQ überarbeitete Projekt über Gebäudeadressen. Die Gemeindeversammlung nimmt den Vorschlag zur Kenntnis. Es gibt keine Änderungsanträge.
Christian Wieland hat im Juni 2009 zusammen mit einem Mitarbeiter der Pro Infirmis die Zugänge zu den öffentlichen Liegenschaften, in diesem Zusammenhang auch der Zugang zum Volg-Laden, begutachtet. Um den Eingang zum Dorfladen behindertengerecht zu gestalten, wurde eine Rampe erstellt. Zu Beginn stolperten einige Passanten über die Rampe und dabei ist es bedauerlicherweise auch zu Verletzungen gekommen. Damit die Rampe besser ersichtlich wird, wurde diese daraufhin mit roter Farbe markiert. Vor- und Nachteile der Rampe werden von den Stimmbürger diskutiert. Ruth Luzi stellt den Antrag, dass die Rampe entfernt werden soll.
Die Gemeindeversammlung lehnt die Entfernung der Rampe mit 10 Ja- und 16 Neinstimmen ab.
Der Gemeindevorstand beantragt den Steuerfuss für 2010 bei 70% zu belassen.
Diskussionslos wird der geltende Steuerfuss von 70% des einfachen kantonalen Steuerfusses genehmigt.
Durch die Gemeindeversammlung werden Mitglieder in den Gemeindevorstand gewählt, der Gemeindevorstand nimmt zu Beginn einer jeden Amtsperiode die Verteilung der Verwaltungszweige und der zusätzlichen Verwaltungsbereiche vor und gibt sie öffentlich bekannt.
Johannes Casutt und Christian Wieland haben nach 6 Amtsjahren demissioniert. Ihr Einsatz zu Gunsten der Gemeinde wird vom Vorsitzenden verdankt. Roland Nicca stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Der Gemeindevorstand schlägt neu für den Gemeindevorstand Thomas Lechner und Kurt Dettli zur Wahl vor. Die Stimmzettel werden verteilt. Gültige Stimmen 116, absolutes Mehr 30, leere Stimmen 1, ungültige Stimmen keine.
Gewählt im ersten Wahlgang sind: Thomas Lechner mit 36, Kurt Dettli mit 35 und Roland Nicca mit 34 Stimmen.
Karolina Müller und Silvia Simmen stellen sich für die Wahl als Delegierte des Schulverbandes Rheinwald für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Es gehen keine weiteren Vorschläge ein.
Karolina Müller und Silvia Simmen werden ohne Gegenstimme wiedergewählt.
Am 21. Dezember 2009 wird aufgrund des laufenden Projektgenehmigungs- und Enteignungsgesuchs eine weitere Einigungsverhandlung vor dem Präsidentenstellvertreter der Eidgenössischen Schätzungskommission 12 stattfinden. Der Entscheid der Schätzungskommission kann von den Einsprecher Richard Luzi-Jenny und Julius Gilli-Aschmann ans Verwaltungsgericht und ans Bundesgericht weitergezogen werden.
Für das Wasserkraftwerk Steilerbach müssen hohe Umweltauflagen erfüllt werden. Der Fischbestand wurde in diesem Zusammenhang bereits mit dem Amt für Jagd und Fischerei erfasst. Eine weitere Auflage ist, dass eine Restwassermenge garantiert werden muss. Das Projektgenehmigungsverfahren wird im kommenden Juli/August an den Kanton eingereicht.
Roland Nicca teilt den Stimmbürgern mit, dass er im Auftrag des Gemeindevorstandes eine Umfrage bei denjenigen Landeigentümer gemacht hat, welche eine Zaunlast zu erfüllen haben. Es soll jeder seine Meinung mitteilen, ob die Zaunpflichten mit Bündner- und Bretterzäune ausgeführt werden sollen oder ob diese auch durch einen Elektrozaun ersetzt werden könnten. Die Mehrheit der Zaunpflichtigen hat sich für den Erhalt der Bündner- und Bretterzäune ausgesprochen und lehnt eine Zäunung mit Elektroband ab.
Der Waldfachchef Johannes Casutt informiert die Anwesenden über die Bezugsmöglichkeiten der Weihnachtsbäume.
Heinz Dettli macht darauf aufmerksam, dass das Fundament der Mauer auf der Bergstrasse vor Foppa sehr schlecht ist und dass eine Einsturzgefahr besteht. Roland Nicca teilt ihm mit, dass er einen Auftrag zur Sanierung der Mauer vergeben hat.
Ruth Luzi stört sich an der einseitigen Entfernung von Gehölz am Steilerbach. Der Vorsitzende erklärt, dass man damit die schädliche Einwirkung der Wurzeln auf die Wuhranlage vermeiden will und dass die andere Bachseite bei nächster Gelegenheit auch abgeholzt wird.
Der Vorsitzende schliesst die Versammlung um 21.55 Uhr. Er dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen.
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© Gloor Sufers, 28.11.2009, erneuert am 24.04.2010