Es sind 47 Stimmbürger anwesend.
Der Präsident begrüsst die anwesenden Stimmbürger.
Als Stimmenzähler werden Frau Karolina Müller und Herr Peter Wieland vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Gemeindepräsident Rolf Gloor weist die anwesenden Stimmbürger darauf hin, dass sich bei der letzten Auswertung der kantonalen Abstimmung, Abstimmungsgegenstand: "Grosser Rat: 80 sind genug", ein Fehler eingeschlichen hat. Die Stimmen wurden beim Eingeben ins Abstimmungsprogramm vertauscht. Die Volksinitiative wurde mit 13 Ja-Stimmen und 42 Nein-Stimmen verworfen.
Stefan Forster von der Fundaziùn Capricorn und Projektleiter des Naturpark Beverin informiert die anwesenden Stimmbürger anhand von Folien über das vorgesehene Projekt. Der Name "Naturpark Beverin" wurde gewählt, da der Piz Beverin im Zentrum des neu zu entstehenden Naturparks liegt. Das Ziel eines Naturparks ist, die Natur zu erhalten aber auch die Wirtschaftlichkeit, sprich Wertschöpfung, Arbeitsplätze, sanfter Tourismus zu fördern. Die Landwirtschaft und Jagd sollen dabei nicht eingeschränkt werden. Für die Gründung eines Naturparks steht eine eidgenössische Gesetzgebung zur Verfügung. Der Bund und der Kanton werden sich an den Projektkosten beteiligen. Eine Machbarkeitsstudie wurde bereits erstellt. Das Gemeindegebiet von Sufers würde sehr gut in den Perimeter des Naturparks passen, unter anderem als Einstieg von Süden her. Der jetzige Perimeter ist aber nur ein Vorschlag und kann zu einem späteren Zeitpunkt auch noch auf das übrige Rheinwaldgebiet ausgebreitet werden. Wie gross die Wertschöpfung (Rentabilität) des Naturparks sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.
Das Protokoll wird von Daniela Fravi verlesen und einstimmig genehmigt.
Das neue Steuergesetz der Gemeinde Sufers wurde, zusammen mit der Einladung für die Gemeindeversammlung, den Stimmbürgern zur Einsichtnahme zugestellt. Der Vorsitzende erklärt den anwesenden Stimmbürgern, dass inhaltlich keine Änderungen zum alten Steuergesetz vorgenommen worden sind.
Das neue Steuergesetz wird einstimmig genehmigt.
Martin und Bettina Menn-Brasser beabsichtigen den ehemaligen Viehstall, Parz. 25 in ein Wohnhaus umzubauen. Damit die Kantonsbeiträge für Verbesserung der Wohnverhältnisse im Berggebiet ausgelöst werden können, ersuchen sie die Gemeinde Sufers um einen Wohnbauförderungsbeitrag über 10'000 Franken. Ein weiteres Kriterium, um in die Gunst zum Bezug von Wohnbauförderungsgeldern zu gelangen sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse eines Antragstellers.
Ein Einwohner ist der Meinung, dass alle Familien, welche in der Gemeinde Sufers ein Eigenheim erstellen, in den Genuss eines Wohnbauförderungsbeitrages kommen sollen.
Die Gemeindeversammlung spricht dem Wohnbauförderungsbeitrag an die Familie Martin Menn mit 46 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme zu.
Martin Menn bedankt sich bei den anwesenden Stimmbürgern für den Beitrag.
Der Vorstand wird an einer kommenden Sitzung darüber diskutieren, ob die Möglichkeit besteht, ein Gesetz über einen kommunalen Wohnbauförderungsbeitrag auszuarbeiten.
Anhand von Tabellen und Grafiken erläutert Rolf Gloor den anwesenden Stimmbürger die Abrechnung des Projekts Sanierung Wasserversorgung Sufers. Die Sanierungsarbeiten konnten im Herbst 2007 abgeschlossen werden. Es ist erfreulich, dass die Sanierungskosten um rund 2% tiefer ausgefallen sind als budgetiert. Weiter zeigt der Vorsitzende eine Statistik der Quellschüttungen und des Wasserverbrauchs in der Gemeinde Sufers.
Herr Andrea Sutter, Bereichsleiter Volg Detailhandels AG, hat den Gemeindevorstand Sufers darauf aufmerksam gemacht, dass seit Oktober 2007, als die Post im Dorfladen integriert wurde, die Umsatzentwicklung markant zurückgegangen ist obwohl man das Angebot verbesserte. Der Gemeindevorstand ist der Ansicht, dass über diese Entwicklung an der Gemeindeversammlung diskutiert werden muss. Die anwesenden Stimmbürger sind sich einig, dass der Laden für die Bevölkerung von Sufers sehr wichtig ist und dass der Laden gut geführt wird. Auch die Feriengäste schätzen den Einkauf im Dorfladen. Die Anwesenden werden aufgefordert, den Dorfladen durch regen Einkauf so gut wie möglich zu unterstützen.
Die Anwesenden nutzen die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Vorstellungen über die Schneeräumung kund zu tun. Die Schneeräumung für alle Bewohner von Sufers "richtig" zu machen, dürfte schwierig sein aber im Allgemeinen ist man mit der Schneeräumung durch die Firma Müller Bau AG zufrieden. Je nach Witterung lassen sich vereiste Stellen nicht vermeiden.
Eine Einwohnerin teilt mit, dass man mit der Schneeräumung auf der Poststrasse, welche durch den Kanton durchgeführt wird, nicht immer zufrieden ist. Das Tiefbauamt Graubünden in Thusis soll in solchen Fällen direkt darauf aufmerksam gemacht werden.
Eine Einwohnerin bedankt sich bei den freiwilligen Helfern, welche stellvertretend für Rico Heinz, bei der Schneeräumung mitgeholfen haben.
Ein Einwohner macht darauf aufmerksam, dass im Herbst die Schrankenlatten von Zäunen zu entfernen sind. Die Müller Bau AG ist für Schäden nicht haftbar.
Der Vorsitzende schliesst die Versammlung um 22.00 Uhr. Er dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen.
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© Gloor Sufers, 18. Mai 2008, erneuert am 09.05.2009