Es sind 36 Stimmbürger anwesend.
Der Präsident begrüsst die anwesenden Stimmbürger.
Als Stimmenzähler werden Anna Christina Heinz und Anton Buchli vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Das Protokoll wird von Daniela Fravi verlesen und einstimmig genehmigt.
Die Jahresrechnung 2006 der Gemeinde Sufers wurde vorgängig, termingerecht mit der Einladung zur GV, an alle Haushalte zur Einsicht abgegeben. Der Vorsitzende erläutert anhand eines Diagramms die wesentlichen Punkte der finanziellen Veränderungen über die Jahre 2004 / 2005 / 2006 im Vergleich auf.
Die Jahresrechnung 2006 schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von Fr. 4'449.17 ab. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 198'082.-- verbucht. Nebst ordentlichen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen von Fr. 114'974.85 konnten noch zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von Fr. 83'107.15 getätigt werden.
Der Cashflow 2006 beläuft sich auf Fr. 146'914.37. Im Berichtsjahr stehen den Investitionsausgaben von Fr. 876'694.45 Investitionseinnahmen in der Höhe von Fr. 624'006.60 gegenüber, sodass sich die Nettoinvestitionen auf Fr. 252'687.85 belaufen. Demzufolge resultiert daraus ein Finanzierungsfehlbetrag von Fr. 105'773.48. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2006 Fr. 287'899.46.
Die Jahresrechnung 2006 wird zusammen mit den beigefügten Revisorenberichten einstimmig genehmigt.
Der Vorsitzende orientiert die Anwesenden über den Antrag des Gemeindevorstandes, die Aktien der Tambo Bergbahnen AG zum Verkauf anzubieten. Die Gemeinde Sufers ist im Besitz von einem Aktienpaket der Tambo Bergbahnen AG über 1486 Stück. Die Aktien sind buchhalterisch auf 1 Franken abgeschrieben. Durch den Verkauf der Aktien würden Mittel zur Verfügung stehen, um die Schulden der Gemeinde Sufers zu reduzieren. Rolf Gloor hat diesbezüglich mit Andreas Camastral, Direktor der Tambo Bergbahnen AG Kontakt aufgenommen. Herr Camastral zeigt grosses Interesse für den Rückkauf der Aktien. Der Verkauf der Aktien durch die Gemeinde Sufers, würde laut Camastral auf keinen Fall einen negativen Einfluss auf den Geschäftsgang der Tambo Bergbahnen AG bewirken. Der Vorsitzende ist der Ansicht, dass man zu einem späteren Zeitpunkt die Bergbahnen auch wieder durch einen Aktienkauf unterstützen könnte.
Es wird rege diskutiert. Ein Einwohner ist der Ansicht, dass die Gemeinde Sufers als Aktionär bei den Tambo Bergbahnen AG eingebunden bleiben soll. Er ist gegen einen Verkauf der Aktien. Auch weitere Stimmen äussern sich negativ zu dem Aktienverkauf. Ein Einwohner macht den Antrag vorerst nur ein Paket von 500 Aktien zu verkaufen. Rolf Gloor lässt über die verschiedenen Anträge abstimmen.
Somit ist der Gemeindevorstand Sufers befugt, 500 Aktien der Tambo Bergbahnen zu verkaufen. Der Verkaufspreis je Aktie ist Verhandlungssache. Sie sollten aber nicht unter dem Nominalwert verkauft werden.
Reto Heinz erläutert die schwierige Situation mit der Gemeinatzung. Immer wieder führt diese zu Unstimmigkeiten zwischen den Landwirten. Auch die Gemeinatzung in den Bergwiesen ist, mit den heutigen Nutzungsverträgen (Vernetzungskonzept) zwischen den Landwirten und dem Amt für Landwirtschaft und Geoinformation, nicht mehr möglich. Für die Weidezeit in den Bergwiesen konnte eine gute Lösung gefunden werden. Die Alpgenossenschaft Suretta hat von der Gemeinde Sufers die Bewilligung, die Lärchenberge als Schafweide ohne Pachtvertrag und zinslos, zu nutzen.
An der letzten Versammlung der Kleinviehversicherungsgenossenschaft Sufers, haben die Landwirte über die Problematik der Gemeinatzung diskutiert und beschlossen, dass man an der Gemeindeversammlung über die Abschaffung der Gemeinatzung abstimmen soll.
Es wird rege diskutiert. Ein Einwohner wehrt sich gegen die Abschaffung der Gemeinatzung. Ein weiterer Einwohner ist der Auffassung, dass die Gemeinatzung völlig veraltet und nicht mehr durchführbar ist. Die Gemeinatzung habe in der heutigen Situation keine Gerechtfertigung mehr. Er stellt den Antrag, der Abschaffung der Gemeinatzung zuzustimmen.
Die Abstimmung wird schriftlich durchgeführt.
Für die Abschaffung der Gemeinatzung sind 26 Ja-Stimmen eingegangen. Gegen eine Abschaffung sind 4 Stimmbürger, Enthaltungen sind derer 6.
Am 16. und 19. Mai 2007 findet die Sperrgutsammlung statt.
Am 26. Mai 2007 lädt die Gemeinde Sufers die Einwohner und beteiligten Unternehmen zu einem Einweihungsfest der sanierten Wasserversorgung Sufers ein.
Der Gemeindevorstand Sufers hat sich Gedanken über Energiesparmöglichkeiten bei Wohngebäuden gemacht. Anstelle von Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera, was ein sehr teures Verfahren ist, hat sich Rolf Gloor bereit erklärt, kostenlos mit interessierten Hauseigentümern ein Augenschein vorzunehmen und eine Beurteilung abzugeben. Dabei könnte auch besprochen werden, welche Massnahmen getroffen werden müssten, um vorkommende Energielecks einzudämmen.
In diesem Zusammenhang meldet sich ein Einwohner zu Wort. Er fragt den Gemeindevorstand Sufers an, ob nicht die Möglichkeit bestehen würde, dass man die Windkraft effizient nutzen könnte. Rolf Gloor wird mit ihm dieses Thema besprechen.
Ein Einwohner stört sich daran, dass der Kiesfang im Pörterwald mit einer Kette abgesperrt worden ist. Leider wurde der Kiesfang immer wieder benutzt um Unrat zu lagern. Die offizielle Deponie für die Gemeinde Sufers ist die Deponie in der Rüti. Für Grünabfälle steht weiterhin ein Holzfang beim Schlachthaus zur Verfügung. Diese Abfälle sollen gehäckselt und als Abdeckmaterial auf die alte Deponie gebracht werden.
Der Vorsitzende dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen und schliesst die Versammlung um 21.40 Uhr.
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© Gloor Sufers, 22. Februar 2008, erneuert am 09.05.2009