Protokoll der Gemeindeversammlung vom 2. Oktober 2006

Es sind 34 Stimmbürger anwesend. Beginn um 20.15 Uhr.

1. Begrüssung und Wahl von 2 Stimmenzählern

Der Präsident begrüsst die anwesenden Stimmbürger, besonders die beiden Neuzuzüger Karin und Sergio Bariletti und überreicht ihnen als Willkommensgeschenk das Sufnerbuch.

Als Stimmenzähler werden Frau Jutta Barth und Herr Josef Eugster vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 19. April 2006

Das Protokoll wird von Daniela Fravi verlesen und einstimmig genehmigt.

3. Beschluss über Verkauf der Parzelle 380 (oberhalb der Seilbahn)

Johannes Casutt möchte für den Bau eines Einfamilienhauses die Parzelle 380 von der Gemeinde Sufers erwerben. Der Gemeindevorstand stellt den Antrag, das Grundstück zu einem Bodenpreis von 120 Franken pro m² zu verkaufen.

Der Verkauf der Parzelle 380 für 120 Franken pro m² an Johannes Casutt wird einstimmig genehmigt.

4. Genehmigung der neuen Stromtarifverordnung: Ohne Rabatt und Einheitstarif

Anhand einer Folie zeigt der Gemeindepräsident den anwesenden Stimmbürger, dass bei der durchgeführten Einwohnerbefragung vom Sommer 2005 sich rund 50% für die Abschaffung der Rabatte bei der Stromverrechnung und einem Einheitstarif von 10 Rappen pro kWh ausgesprochen haben. Weiter erklärt er anhand der Investitionsplanung der Gemeinde Sufers von 2006 – 2010 die Notwendigkeit der Stromtariferhöhung damit Schulden abgebaut werden können. Der Gemeindevorstand stellt den Antrag, die neue Stromtarifverordnung ohne Rabatt und Einheitstarif mit 10 Rappen pro kWh zu genehmigen. Es wird rege diskutiert und von der Gemeindeversammlung werden weitere Anträge vorgeschlagen:

Zuerst wird über den Antrag des Gemeindevorstandes abgestimmt. Dieser wird mit 11 Ja- und 23 Neinstimmen abgelehnt. Der 1. Antrag von wird mit 10 Ja- und 21 Neinstimmen ebenfalls verworfen. Der 2. Antrag ohne Rabatt und 8 Rappen pro kWh wird mit 23 Ja und 1 Nein von den Stimmbürgern angenommen.

5. Genehmigung der Statuten des neuen Grundbuchkreises Hinterrhein

Im Juli 2006 ist Christian Hössli, Grundbuchverwalter des Grundbuchamt Rheinwald-Splügen vorzeitig in Ruhestand getreten. Für Christian Hössli konnte kein Nachfolger gefunden werden, daher suchte man nach einer anderen Lösung. Das Grundbuchamt Rheinwald-Splügen wurde an den Grundbuchkreis Schams/Avers angegliedert und wird seit dem 17. Juli 2006 vom Grundbuchverwalter Hanspeter Nigg in Andeer geführt. Die neuen Verbands-Statuten lagen zur Einsichtnahme im Sitzungszimmer des Gemeindehauses auf und müssen an der heutigen Gemeindeversammlung von den Stimmbürgern genehmigt werden.

Der Gemeindevorstand Sufers stellt den Antrag, die Statuten des neuen Grundbuchkreises Hinterrhein zu genehmigen.

Der Antrag wird einstimmig gutgeheissen.

6. Verschiedenes und Umfrage

a) Information über die Schulhaussanierung Splügen

Johannes Casutt orientiert die anwesenden Stimmbürger über den Stand der Schulhaussanierung Splügen. Um die anfallenden Kosten im Griff halten zu können, wird nur ein zusätzlicher kleiner Anbau für den Geräteraum realisiert. Am bestehenden Bau wird sowenig wie möglich geändert (Innenwände etc.). Die Schulküche wird neben dem Gemeindesaal eingerichtet und die Nasszellen werden im Untergeschoss eingebaut. Die Offerteneröffnung findet am 9. Oktober 2006 statt. Der Baubeginn wurde auf den April 2007 festgesetzt und soll bis im August 2007 andauern. Wenn die Sanierungskosten für Sufers 450'000 Franken übersteigen, muss nochmals über die Schulhaussanierung abgestimmt werden.

b) Information zur Fahrbewilligung des Bergweges Sufers - Lai da Vons und Versais

Der Hauptgrund eines Fahrverbots für die Bergstrasse ist vor allem deshalb zustande gekommen, damit der landwirtschaftliche Verkehr während der Heuzeit nicht behindert wird. Der Gemeindevorstand und die Gemeindekanzlei haben sich darum bemüht, die Fahrbewilligungen nur an Personen herauszugeben, welche gemäss Bergstrassenverordnung auch berechtigt sind, die Bergstrasse zu benutzen. In diesem Zusammenhang wurden in diesem Jahr auch Bussen an Bergstrassenbenutzer ausgesprochen, die keine Fahrbewilligung gelöst haben. Es soll aber den Einwohnern und Ferienhausbesitzer von Sufers nicht verwehrt sein, die Bergstrasse mit einer Fahrbewilligung zu benutzen.

c) Schliessung der Deponie in Crestawald

Da die Deponie Crestawald definitiv geschlossen ist, kann in Zukunft Deponiematerial in der Deponie Buchlis Rüti deponiert werden. Die Deponieanlage wird von der Catrina Transport AG in Splügen geführt. Für die Entsorgung der Grünabfälle steht den Einwohnern von Sufers beim Schlachthaus ein Holzkasten zur Verfügung.

d) Verkehrsbelästigung im Dorf Sufers

Eine Einwohnerin hat den Gemeindevorstand schriftlich gebeten, etwas gegen die Irrfahrten ins Dorf und das Hinterlassen von Unrat und Fäkalien am und im Dorf durch A13-Benützer zu unternehmen. Der Gemeindevorstand nimmt diesen Brief zum Anlass, an der heutigen Gemeindeversammlung darüber zu diskutieren und eventuelle Vorschläge aus der Bevölkerung zu diesem Thema zu hören. Es wird rege diskutiert. Es werden verschiedene Vorschläge besprochen, sei es eine Tafel „Sackgasse“ bei der Dorfanfahrt aufzustellen oder ein Hinweisschild, dass es im Dorf kein Restaurant gibt, eine Hinweistafel mit Fahrzeuggrössen-Beschränkung oder soll beim Posthäuschen eine WC-Anlage aufgestellt werden. Vielleicht wäre auch eine Dorftafel am Dorfeingang (Infotafel), wo was zu finden ist, sinnvoll. Rolf Gloor schlägt vor, als Sofortmassnahme beim Dorfeingang ein Hinweisschild zum vorhandenen öffentlichen WC im Gemeindezentrum anzubringen. Er wünscht auch, dass sich die Bewohner von Sufers Gedanken zu dieser ganzen Problematik machen und dem Vorstand mögliche Vorschläge für eine Verbesserung unterbreiten.

Der Vorsitzende dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen und schliesst die Versammlung um 22.15 Uhr.

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© Gloor Sufers, 10. Mai 2006, erneuert am 10. November 2006