Protokoll der Gemeindeversammlung vom 20. Mai 2005

Es sind 19 Stimmbürger anwesend. Gast: Cristina Fisler, Regionalforstingenieurin, Amt für Wald Mittelbünden/Moesano

1. Begrüssung und Wahl von 2 Stimmenzählern

Der Präsident begrüsst die Anwesenden.

Als Stimmenzähler werden Martin Menn und Werner Rölli vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 8. April 2005

Das Protokoll wird von Barbara Hunger verlesen und einstimmig genehmigt.

3. Planungsanpassung im Bereich "Steilerbachbucht"

a) Genehmigung der Waldfeststellung im Bereich "Steilerbachbucht"

Im Rahmen der Revision der Ortsplanung wurde im Bereich der "Steilerbachbucht" eine Waldfeststellung durchgeführt. Die Waldfeststellung wurde öffentlich publiziert und aufgelegt. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Der Vorstand beantragt, die vorliegende Waldfeststellung zu genehmigen.

Die Waldfeststellung wird einstimmig genehmigt.

b) Genehmigung der Revision der Ortsplanung

Bei der Korrektur der Nationalstrasse A13 ist die "Steilerbachbucht" aufgeschüttet und zusätzliches Land gewonnen worden. Auf der ehemaligen Seebucht hat Martin Menn seinen neuen Viehstall gebaut. Mit dieser Teilrevision der Ortsplanung werden der Zonenplan 1:1000 "Dorfgebiet" und der Zonenplan 1:10'000 den heutigen Gegebenheiten angepasst. Die Revision der Ortsplanung wurde öffentlich publiziert und aufgelegt. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Der Gemeindevorstand beantragt, die Revision der Ortsplanung zu genehmigen.

Die Revision der Ortsplanung wird einstimmig genehmigt.

4. Erhöhung der Hundesteuer von 40 auf 80 Franken pro Hund

Die Hundesteuer in der Gemeinde Sufers beträgt jährlich 40 Franken pro Hund. Im letzten Jahr wurden zwei neue Robidogs gekauft. Daher beantragt der Vorstand, die Hundesteuer von 40 auf 80 Franken pro Hund zu erhöhen.

Der Antrag wird mit 15 Ja gegen 4 Nein Stimmen genehmigt.

5. Kreditgenehmigung über 300'000 Franken für ein neues Integralprojekt Forst im Bereich Pörterweg, Bergweg und Lawinenverbauungen

Die Regionalforstingenieurin, Frau Cristina Fisler, erläutert das neue Projekt. Die Starkniederschläge im August 2004 haben verschiedene Schäden an Bauwerken und Forststrassen verursacht. Es sind Arbeiten in den Komponenten Erschliessung und Verbauungen vorgesehen.

Komponente Erschliessung:

Komponente Verbauungen:

Der Kostenvoranschlag für das gesamte Projekt beträgt 300'000 Franken. Es liegt eine Offerte, des Forstingenieurbüros Paul Barandun, für eine Vorstudie mit einem Kostendach von 25'000 Franken vor. Bund und Kanton verlangen für die Zusicherung von Subventionen eine Vorstudie. Aufgrund der derzeitigen Bundespolitik ist ungewiss, ob und für welche Komponenten überhaupt noch Subventionen bei Waldprojekten gesprochen werden. Daher ist auch eine Zeitplanung sehr schwierig. Mit dem Beginn der Arbeiten kann jedoch frühestens im Sommer / Herbst 2006 gerechnet werden. Sofortmassnahmen werden nicht subventioniert.

Es folgt eine angeregte Diskussion über die Notwendigkeit der Massnahmen. Es werden auch verschiedene Varianten für die Behebung der Schäden aufgezeigt.

Der Vorstand beantragt, einen Kredit von 25'000 Franken für die Erstellung einer Vorstudie zum Waldprojekt zu genehmigen.

Der Antrag wird mit 3 Ja gegen 14 Nein Stimmen abgelehnt.

Ein Einwohner stellt den Antrag, einen Kredit von 30'000 Franken für die Behebung der dringlichsten Schäden zu genehmigen. Darin sind folgende Arbeiten enthalten: Räumung des Pörterwaldwegs, Sanierung der Furt beim "Wissbach" und Ausbaggern des Kiesfanges.

Der Antrag wird einstimmig genehmigt.

6. Information über die Investitions- und Finanzplanung der Gemeinde Sufers

Der Vorsitzende erläutert anhand von einigen Folien die derzeitige Investitions- und Finanzplanung der Gemeinde. Die Gemeinde Sufers benötigt zurzeit Fremdkapital von 2 Mio. Franken. Dieses erhöht sich mit der Sanierung der Wasserversorgung auf 3,5 Mio. Franken. Mögliche Einsparungen sind bei der Poststelle, dem Strassenunterhalt oder dem Personal vorhanden. Zusätzliche Einnahmequellen könnten mit einer Erhöhung der Gemeindsteuern, Anpassung des Stromtarifs und einer besseren Bewirtschaftung der Gemeindeobjekte erzielt werden.

Ein Einwohner äussert die Ansicht, dass die Gemeinde nicht Leistungen abbauen, sondern die Attraktivität steigern und damit neue Einwohner gewinnen sollte.

7. Verschiedenes und Umfrage

Der Vorsitzende dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen und schliesst die Versammlung um 22.30 Uhr.

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© Gloor Sufers, 22. September 2005, erneuert am 02. Januar 2006