Es sind 43 Stimmbürger anwesend.
Der Präsident begrüsst die Anwesenden.
Als Stimmenzähler werden Julius Buchli und Christian Lechner vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Das Protokoll wird von Barbara Hunger verlesen und einstimmig genehmigt.
Der Vorsitzende erläutert das Projekt zur Sanierung der Wasserversorgung. Die Realisierung des Projektes erfolgt in zwei Etappen. Im Jahre 2005 werden die Wasserleitung und vier Hydranten von der "Schluocht" bis zum Wissbach erstellt und die Quellfassungen saniert. Im Jahre 2006 wird dann das Reservoir an einem neuen Standort gebaut und die Wasserleitung ins Dorf saniert. Die geschätzten Kosten für das Gesamtprojekt betragen 1.4 Mio. Franken. Beiträge von Bund und Kanton wurden zugesichert. Der Kredit für dieses Projekt wird an der Gemeindeversammlung vom Frühjahr 2005 beantragt. Der Gemeindevorstand beabsichtigt einen Teil der verbleibenden Restkosten von rund 700'000 Franken mit einer besonderen Anschlussgebühr von 0.8% durch die Benutzer zu decken. Das würde heissen, dass die Gemeinde 300'000 Franken und die privaten Gebäudeeigentümer 400'000 Franken übernehmen müssen.
Es folgt eine angeregte Diskussion. Ein Einwohner stellt den Antrag, die besonderen Anschlussgebühren auf 0,6% des Gebäudeneuwerts festzulegen. Die Zahlung kann in Raten unter Verrechnung eines Zinses erfolgen.
Der Antrag wird mit 31 Ja Stimmen gegen 4 Nein Stimmen angenommen.
Die Anschaffungskosten für eine Wasseruhr betragen zwischen 250 - 700 Franken. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die Wasseruhren. Diese bleiben auch im Besitz der Gemeinde. Dafür wird eine jährliche Miete erhoben. Die Installationskosten der Wasseruhren hingegen gehen zu Lasten des Eigentümers.
Der Gemeindevorstand beantragt, für den Kauf der Wasseruhren einen Kredit von 40'000 Franken zu bewilligt.
Der Antrag wird mit 35 Ja Stimmen genehmigt.
Das neue Wasser- und Abwasserreglement wurde anhand von Musterreglementen des Kantons erarbeitet. Sie entsprechen den heutigen Vorschriften und Gesetzen. Im Anhang sieht der Entwurf eine neue Berechnung der Gebühren vor. Die Gebührenansätze werden in Anschlussgebühren und neu auch in Grund- und Verbrauchsgebühren aufgeteilt. Für die Grundgebühr ist der Neuwert der amtlichen Schätzung massgebend. Die Berechnung der Mengengebühr wird mit den Wasseruhren erfasst. Für die Festsetzung der Gebühren hat der Vorstand jeweils eine Bandbreite von einigen Prozenten oder Rappen Spielraum, um die anfallenden Kosten zu decken.
Es werden für das Jahr 2005 folgende Gebühren festgelegt: Anschlussgebühren 0,5%, Grundgebühren 0,5‰ und Mengengebühren 100 Rappen pro m³.
Das neue Abwasserreglement wird mit 37 Ja Stimmen genehmigt.
Es werden folgende Anpassungen im Anhang 1 Gebührenansätze gemacht: Wasseranschlussgebühren 0,8% und Grundgebühr 0 bis 0,2‰. Für das Jahr 2005 werden folgende Gebühren festgelegt: Besondere Anschlussgebühren 0,6%, Anschlussgebühren 0,8%, Grundgebühren 0,1‰ und Mengengebühren 10 Rappen pro m³.
Das neue Wasserreglement wird mit den oben erwähnten Anpassungen mit 34 Ja Stimmen genehmigt.
In der Revision ist in Anhang I Artikel 1, A) Grundgebühr vorgesehen, die Grundgebühren ebenfalls nach dem amtlichen Neuwert der Gebäude zu berechnen. Für die Festsetzung der Grundgebühr hat der Vorstand einen Spielraum von 0,1‰ bis 0,2‰. Für das Jahr 2005 wird eine Grundgebühr von 0,1‰ festgelegt.
Die Revision des Abfallgesetzes wird mit 37 Ja Stimmen genehmigt.
Christian Wieland liest einen Bericht über die Arbeiten an der Via Spluga vor. Die Arbeiten in der Rofflaschlucht sind bis Ende Jahr beendet. Es wurden eine Hängebrücke über den Hinterrhein und ein Fussgängersteg entlang der Kantonsstrasse erstellt. Die Gesamtkosten betragen rund 230'000 Franken.
Der Vorstand beantragt, den Gemeindesteuerfuss wie bisher auf 50% der einfachen Kantonssteuer zu belassen.
Der Antrag wird einstimmig genehmigt.
Rolf Gloor stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Es gehen keine weiteren Vorschläge ein. Die Stimmzettel werden verteilt. Gültige Stimmen 37, absolutes Mehr 19, leer 5, ungültig 1.
Rolf Gloor wird mit 28 Stimmen gewählt.
Die bisherige Amtsinhaberin Ruth Luzi hat nach 10-järiger Tätigkeit demissioniert. Der Präsident überreicht ihr zum Dank für ihre gute Arbeit ein Präsent. Der Vorstand schlägt Regula Gilli als neue Schulfachchefin vor. Es gehen keine weiteren Vorschläge ein. Die Stimmzettel werden verteilt. Gültige Stimmen 38, absolutes Mehr 20, leer 5, ungültig 0.
Regula Gilli wird mit 30 Stimmen gewählt.
Die beiden bisherigen Amtsinhaber Benedikt Andenmatten und Kaspar Dettli haben demissioniert. Der Vorsitzende überreicht auch ihnen zum Dank ein kleines Präsent. Der Vorstand schlägt neu für die Geschäftsprüfungskommission Maria Monstein-Streil und Max Hutterli vor.
Maria Monstein-Streil und Max Hutterli werden einstimmig mit Handmehr gewählt.
Der Vorsitzende dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen und schliesst die Versammlung um 22:30 Uhr.
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© Gloor Sufers, 7. April 2005, erneuert am 02. Januar 2006