Es sind 28 Stimmbürger anwesend.
Der Präsident begrüsst die Anwesenden zur 1. Gemeindeversammlung in diesem Jahr.
Als Stimmenzähler werden Anton Buchli und Max Hutterli vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Das Protokoll wird von Barbara Hunger verlesen und einstimmig genehmigt.
Die Jahresrechnung 2003 der Gemeinde Sufers wurde vorgängig an alle Haushalte abgegeben. Der Vorsitzende erläutert den Anwesenden die wesentlichen Positionen.
Die Rechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von Fr. 4'562.75 ab. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 216'827.75 verbucht. Die Investitionsausgaben beliefen sich auf Fr. 495'020.80, die Investitionseinahmen auf Fr. 397'386.55; sodass daraus Nettoinvestitionen von Fr. 97'634.25 resultieren. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2003 Fr. 268'661.14.
Ein Einwohner beauftragt den Vorstand zu prüfen, ob der Strom nicht von Gemeindekanzlei Sufers fakturiert werden könnte. In diesem Berichtsjahr hat die Gemeinde Splügen Einzugsprovisionen von 10'000 Franken verlangt.
Das Treuhandbüro Manetsch AG, Chur sowie die Geschäftsprüfungskommission haben die Rechnung geprüft und beantragen der Gemeindeversammlung die Rechnung zu genehmigen und die beteiligten Organe zu entlasten.
Die vorliegende Rechnung wird einstimmig genehmigt.
Den Einwohnern wurde vorgängig eine Projektbeschreibung abgegeben. Der Vorsitzende erklärt den Sachverhalt. Im Sommer 2003 wurde die Hängebrücke „Punt Traversa“ durch einen Steinschlag vollständig zerstört. Die geologische Prüfung des Geländes oberhalb des Wanderweges zeigte, dass weder die Brücke wiederaufgebaut, noch der Wanderwege auf jener Seite des Hinterrheins geführt werden kann. Daher musste der Wanderwege auf diesem Abschnitt bereits im letzten Jahr entlang der Kantonsstrasse geführt. Nun hat das kantonale Tiefbauamt der Gemeinde im November 2003 mitgeteilt, dass in den Sommermonaten während mindestens zwei Jahren der A 13 Nord-Südverkehr auf die Kantonsstrasse umgeleitet wird (Beginn Ostern 2004). Die Vereinigung Bündner Wanderwege hat die „Punt Traversa“ erstellt und diese der Gemeinde im Jahre 2001 übergeben. Die Brücke wurde für 300'000 Franken bei der Gebäudeversicherung Graubünden versichert. Die Gemeinde hat beim Schadenfall einen Versicherungsbetrag von 288'000 Franken erhalten. Das vorliegende Projekt sieht folgende Massnahmen vor:
| Fussgängersteg Traversa - Landbrücke | Fr. 245'000 |
| Fussgängersteg an der Landbrücke | Fr. 45'000 |
| neuer Wanderweg Landbrücke - Festungsmuseum „Crestawald“ | Fr. 40'000 |
| Total Kosten | Fr. 330’000 |
Beim Bau aller drei Abschnitte entstehen für die Gemeinde Sufers nach Abzug des Versicherungsbetrags Restkosten von 40'000 Franken. Der Gemeindevorstand ist der Ansicht, dass sich das kantonale Tiefbauamt als Verursacherin der Umleitung an den Kosten beteiligen sollte. Der Kanton distanziert sich von einer finanziellen Beteiligung, da der Wanderweg ursprünglich nicht entlang der Kantonsstrasse geführt wurde. Da der Wanderweg bis zur Landbrücke an Ostern erstellt sein sollte, konnte der Vorstand weitere Varianten und Offerten nicht mehr prüfen.
Es entsteht eine angeregte Diskussion. Die Via Spluga ist ein wichtiges touristisches Angebot für die Region und die Sicherheit der Wanderer sollte gewährleistet werden. Verschiedene Votanten sind der Ansicht, dass auch noch während der Umleitung am Wanderweg gebaut werden kann.
Ein Einwohner stellt den Antrag, dass auf den Abschnitt Landbrücke - Festungsmuseum „Crestawald“ verzichtet werden sollte.
Der Antrag wird mit 4 Ja und 19 Nein Stimmen abgelehnt.
Ein Einwohner stellt den Antrag, dem Gemeindevorstand die Kompetenz über einen Kredit von 300'000 Franken zu gewähren und diesen zu beauftragen, am Projekt weiterzuarbeiten und zusätzliche Offerten für eine kostengünstigere Variante einzuholen.
Der Antrag wird mit 22 Ja Stimmen genehmigt.
Über den dritten Antrag einen Kredit von 288'000 Franken zu erteilen, wird nicht mehr abgestimmt.
Das Tiefbauamt Graubünden beabsichtigt, in der Sufner Schmelzi für die Löschwasserversorgung der Tunnels Traversa, Rofla und Bärenburg ein Grundwasserpumpwerk, ein Reservoir mit Verbindungsleitung zu erstellen. Das Grundwasserpumpwerk hat eine Fördermenge von 700 l/m. Der Gemeindevorstand stellt den Antrag, die Grundwasserkonzession zu erteilen und eine jährliche Konzessionsabgabe von 210 Franken zu erheben.
Der Antrag wird einstimmig genehmigt.
Der Gemeindevorstand schlägt den neuen Waldchef, Johannes Casutt, als Gemeindevertreter in der Korporation Göriwald zu wählen.
Johannes Casutt wird einstimmig gewählt.
Der Vorsitzende dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen und schliesst die Versammlung um 22:00 Uhr.
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© Gloor Sufers, 14. August 2002, erneuert am 02. Januar 2006