Protokoll der 2. Gemeindeversammlung vom 25. August 2003

Es sind 38 Stimmbürger anwesend.

1. Begrüssung und Wahl von 2 Stimmenzählern

Der Präsident begrüsst die Anwesenden zur 3. Gemeindeversammlung in diesem Jahr. Als Stimmenzähler werden Max Hutterli und Christian Lechner vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 26. Mai 2003.

Das Protokoll wird von Barbara Hunger verlesen und einstimmig genehmigt.

3. Genehmigung eines Kredites über 35'000 Franken für die Beteiligung an einer Pistenmaschine für Splügen/Rheinwald Tourismus und jährlich wiederkehrenden Kosten von 3'000 Franken

Der Vorsitzende erläutert das neue Konzept von Splügen/Rheinwald Tourismus für die Winterwander- und Schlittelwege im Rheinwald. Man möchte das bestehende Angebot mit einem neuen Schlittelweg in Hinterrhein und zusätzlichen Winterwanderwegen erweitern. Auch der Maschinenpark ist nicht in einem optimalen Zustand. So ist das Pistenfahrzeug der Gemeinde Sufers altershalber nicht mehr einsatzfähig. Die Maschine war im letzten Winter häufig kaputt und ist für die Bearbeitung von grösseren Schneemengen zu schwach. Splügen/Rheinwald Tourismus schlägt nun vor, die beiden älteren Pistenmaschinen einzutauschen und dafür eine Occasions-Maschine zu kaufen. Das gesamte Langlauf- und Wandernetz könnte dann mit zwei Maschinen bearbeitet werden. Der Unterhalt würde ab Splügen organisiert. Die Gemeinde Sufers hat folgenden Kostenanteil zu leisten: Einmalige Investition von Fr. 35'000.-- und jährliche Betriebskosten von Fr. 3000.--. Die jährlichen Betriebskosten können mit den Einnahmen aus den Kurtaxen gedeckt werden.

Ein Einwohner möchte die bestehende Pistenmaschine für 10'000 Franken reparieren. Da diese jedoch schon über 20 jährig ist, kann auch nach einer Reparatur keine Gewähr für deren Funktionstüchtigkeit gegeben werden.

Aus der Versammlung wird der Wunsch geäussert, den mittleren Weg (Feldweg im östlichen Dorfteil über der ViaSpluga) ebenfalls zu bearbeiten. Weiter wird man Splügen/Rheinwald Tourismus mitteilen, dass das Pistenfahrzeug auch im Werkhof Sufers eingestellt werden kann und der Gemeindearbeiter in Ablösung für den Fahrdienst zur Verfügung steht.

Der Gemeindevorstand beantragt, einen Kredit von 35'000 Franken zur Beteiligung an einer Pistenmaschine für Splügen/Rheinwald Tourismus und jährlich wiederkehrenden Betriebskosten von 3000 Franken zu gewähren.

Der Kredit wird mit 28 Ja Stimmen, 3 Nein Stimmen und 7 Enthaltungen genehmigt.

4. Genehmigung des Rückkaufs von Grundstücken der Armee für total 15'000 Franken (siehe Beilage)

Anhand von einigen Fotos zeigt der Vorsitzende den Anwesenden die käuflichen Militärliegenschaften. Eine Objektliste liegt ebenfalls vor und wurde vorgängig den Stimmbürgern abgegeben.

Beim Objekt Geissrücken-Ost wird noch die Korporation Göriwald betreffend allfälligem Kaufinteresse angefragt.

Zu einer längeren Diskussion gibt der vorgesehene Abbruch der Hütte Dös/Steila Anlass. Die Hütte ist in einem schlechten baulichen Zustand. Zum jetzigen Zeitpunkt würde das Militär die Kosten für den Abbruch übernehmen. Es wird angeregt daraus einen Unterstand für den vorbeiführenden Wanderweg zu machen. Dann wäre die Gemeinde jedoch verpflichtet das Gebäude zu unterhalten.

Ein Einwohner macht folgenden Antrag: Die Gemeinde Sufers übernimmt als Besitzerin die Hütte Dös/Steila. Diese wird dem jetzigen Jagdaufseher, Michael Eichhoff, als Diensthütte zur Verfügung gestellt. Anhand eines Vertrages wird festgehalten, dass der Gemeinde keine zusätzlichen Kosten für den Unterhalt entstehen. Weiter wird darin vermerkt, dass die Hütte nach der Abgabe des Amtes als Jagdaufseher von diesem zu räumen und abzubrechen ist.

Der Antrag wird mit 7 Ja Stimmen zu 22 Nein Stimmen abgelehnt.

Der Vorstand beantragt, den Rückkauf der Armeegrundstücken gemäss der vorliegenden Beilage und die Erteilung eines Kredites von 15'000 Franken.

Der Kredit wird mit 28 Ja Stimmen genehmigt.

5. Genehmigung eines Planungskredits von 70'000 Franken für die Überarbeitung der Ortsplanung von Sufers

Der Vorsitzende erklärt anhand der bestehenden Pläne die vorgesehene Revision der Ortsplanung. Der Zonenplan und die Quartierpläne müssen aktualisiert und das Baugesetz überarbeitet werden. Der Zonenplan entspricht teilweise nicht mehr den heutigen Gegebenheiten (z. Bsp. Seebucht). Die Quartierplanung benötig einige Korrekturen, so fehlt beispielsweise die Parzellierung bei der Seilbahn. Das Baugesetz entspricht nicht mehr dem übergeordneten Recht. Gemäss dem Amt für Raumplanung Graubünden müsste die Ortsplanung etwa alle 15 Jahre revidiert werden. Die heutigen Pläne stammen aus dem Jahre 1986. Es wurden bei zwei Planungsbüros Angebote eingeholt. Diese rechneten für eine vollständige Revision mit Kosten von 130'000 Franken. Der Gemeindevorstand möchte nur eine punktuelle Revision und hat dafür ein Kostendach von 70'000 Franken erstellt.

In verschiedenen Voten wird die vorgesehene Revision als unverhältnismässig angesehen, angesichts der geringen Bautätigkeit in der Gemeinde. Die Notwendigkeit von gewissen Korrekturen und Anpassungen werden bestätigt, diese könnten jedoch auch in bescheidenerem Rahmen überarbeitet werden.

Ein Einwohner stellt den Antrag, über das Projekt gar nicht abzustimmen und alles so zu lassen, wie es ist.

Dem Antrag wird mit 21 Ja Stimmen zu 9 Nein Stimmen zugestimmt.

Über den Antrag des Gemeindevorstand wird nicht mehr abgestimmt.

6. Information über die neue Gestaltung des Friedhofes Sufers

Ruth Luzi informiert über die vorgesehene Neugestaltung des Friedhofes. Da die Platzverhältnisse eher beschränkt sind und heute verschiedenen Bestattungsformen gewünscht werden, hat sich die Friedhofskommission der neuen Gestaltung des Friedhofs angenommen. Drei Reihen von über 20jährigen Erdbestattungsgräber werden bis Ende September aufgehoben. An dieser Stelle möchte man eine Urnengrabanlage für 16 Urnenplätze errichten. Die Anlage hat eine achteckige Form, einen Durchmesser von 2,40 m und ist ca. 0,30 m ab Boden. Pro Platz können zwei Urnen bestattet werden. Die Grabplatten sind aus Andeerer Granit. Die Beschriftung wird einheitlich gestaltet. In der Mitte der Anlage ist eine Bepflanzung vorgesehen. Die Anlage wird diesen Herbst erstellt.

7. Verschiedenes und Umfrage

Der Bergweg ist seit anfangs Juli wieder befahrbar. Um die Sanierungsarbeiten abzuschliessen, bleibt der Weg vom 29. September - 10. Oktober 2003 gesperrt. Es wird angefragt, welche weiteren Massnahmen für den Unterhalt des Bergweges vorgesehen sind, da sich dieser in einem sehr bedenklichen Zustand befindet. Thomas Lechner erläutert, dass mit einem Fachmann die Bearbeitung des Strassenoberbaus mit einer Fräse geprüft wurde. Im Herbst wird eventuell an einem Teilstück getestet. Eine andere Variante wäre asphaltieren oder Betonspuren anlegen. Vor allem in den steilen Wegstücken ist die Strasse den Witterungseinflüssen stark ausgesetzt und kann auch durch die Ausbesserungsarbeiten des Gemeindearbeiters nicht dauerhaft repariert werden.

Die Hängebrücke Traversa wurde durch einen Steinschlag teilweise zerstört. Die Via Spluga wurde in diesem Abschnitt gesperrt und der Weg entlang der Kantonsstrasse weitergeführt. Thomas Lechner zeigt anhand von Bildern die Anrissstelle. Es ist mit weiteren Abbrüchen zu rechnen.

Ein Einwohner erkundigt sich, wie der neue Agenturvertrag mit der Post gestaltet wurde. Der Vorsitzende erklärt, dass sich für die Postkunden keine Änderungen ergeben. Die Gemeinde muss mehr Kosten übernehmen. Ab Mitte Dezember wird die Zufuhr bereits mir dem Postkurs um 7.00 Uhr erfolgen.

Eine Einwohnerin teilt mit, dass seit der Sanierung der Kläranlage die Geruchsemissionen wesentlich stärker sind. Der Klärwärter, Christian Mark, bestätigt die Feststelllungen. Es gilt abzuklären, ob das Problem in der Kläranlage oder in der Kanalisation liegt. Der Kanton hat verschiedene Gewässerproben genommen. Anhand der Ergebnisse wird man über das weitere Vorgehen entscheiden.

Der Vorsitzende dankt allen Anwesenden für ihr Erscheinen und schliesst die Versammlung um 22:15 Uhr.

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© Gloor Sufers, 30. November  2003, erneuert am 02. Januar 2006