Protokoll der Gemeindeversammlung vom 4. April 2002

Es sind 26 Stimmbürger anwesend.

1. Begrüssung und Wahl von 2 Stimmenzählern

Der Präsident begrüsst die Versammlungsteilnehmer und schlägt als Stimmenzähler Anton Buchli und Nina Lechner vor, welche einstimmig gewählt werden.

2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2001

Das Protokoll wird von Ruth Luzi verlesen und einstimmig genehmigt.

3. Genehmigung der Jahresrechnung 2001, Bericht der Geschäftsprüfungskommission, Erteilung der Decharge

Die Jahresrechnung 2001 Gemeinde Sufers wurde vorgängig an alle Haushalte abgegeben. Der Präsident gibt zur Kenntnis, dass die Rechnung infolge eines neuen Buchhaltungsprogramms, das letzte mal in dieser Form erscheint und künftig transparenter und übersichtlicher gestaltet wird.

Der Vorsitzende zeigt in einer Grafik den Aufwand und den Ertrag und erklärt den Anwesenden die wesentlichen Positionen. Mit einer Aufzeichnung der Investitionen der Jahre 1997-2007 erklärt Rolf Gloor der Versammlung, welche Kosten künftig auf die Gemeinde zukommen.

Betreffend der Jahrerechnung 2001 fragt ein Einwohner nach den erhöhten Kosten der Abfallbeseitigung. Dazu wird bemerkt, dass infolge der Sperrgutabfuhren und der Umstellung auf die Gebührenmarken höhere Kosten anfielen.

Ein Einwohner fragt nach den erhöhten Kosten des Betagtenheimes in Andeer, welche z. Zt. 11,5 Mio. statt den vorangeschlagenen 6,5 Mio. Franken betragen. Zu dieser enormen Preiserhöhungen tragen verschiedene Gründe bei, so z. Bsp. der Ausbau der Zimmer, Baumeister- und Sanitärarbeiten.

Ein Einwohner erkundigt sich nach den erhöhten Ausgaben der Beiträge für kulturelle Zwecke. Rolf Gloor erklärt, dass 20'000 Franken als Beitrag an die Via Spluga bezahlt wurde und das Dorffest Sufers 3000 Franken gekostet hat.

Ein Einwohner erkundigt sich nach Ausgaben bei der Feuerwehr. Reto Heinz begründet diese mit der Anschaffung neuer Schläuche und der SMT-Telefonalarmierung für 8500 Franken.

Die Rechnung schliesst per 31. Dezember 2001 mit Fr. 3'781'402.09 Aktiven und Fr. 3'781'964.89 Passiven ab. Das Eigenkapital beträgt Fr. 1'104'047.74.

Das Treuhandbüro Allemann Zinsli & Partner AG, Chur sowie die Geschäftsprüfungskommission (Kaspar Dettli und Benedikt Andenmatten) haben die Rechnung geprüft und beantragen der Gemeindeversammlung die Rechnung zu genehmigen und die beteiligten Organe zu entlasten.

Die vorliegende Rechnung wird einstimmig genehmigt.

4. Wahl der neuen Kanzlistin Barbara Hunger als Sektionschefin

Am 1. Mai 2002 wird Barbara Hunger als neue Kanzlistin die Arbeit aufnehmen. Die Wahl als Sektionschefin erfolgt über die Gemeindeversammlung.

Barbara Hunger wird einstimmig gewählt.

5. Genehmigung eines Projektierungskredites über Fr. 30'000 für die Aufnahme des Kanalisationsnetzes und der Sanierung der ARA Sufers

Der Präsident erläutert das Reinigungssystem und den Zustand der Kläranlage. Es sind verschiedene Mängel feststellbar, so ist der Rechen zu grob, die Resultate der periodischen kantonalen Messungen zeigen oft eine ungenügende Reinigungsleistung, der Klärschlamm darf nicht mehr ausgebracht werden und die Abfuhr des Schlammes in die ARA nach Zillis kostet 80 Fr./m³ ohne Transportkosten. Die Kosten der ganzen Sanierung werden auf 200'000 bis 250'000 Franken geschätzt. Ein Vorprojekt kostet 10'000 bis 15'000 Franken. Der Präsident möchte eine gute und günstige Lösung: Je tiefer die Sanierungskosten werden umso höher wird das Honorar für die Planer.

Weiter wurde festgestellt, dass das Kanalisationsnetz nicht intakt ist, trotz des angeblich getrennten Netzes fallen in der ARA bei Regenwetter grosse Wassermengen an. Zusätzlich werden im Einlauf immer wieder grössere Steine gefunden und die vorhanden Pläne sind ungenau und unvollständig.

Ein Einwohner ist der Meinung, dass Pläne vorhanden sein müssen, jedoch Lücken nicht ausgeschlossen werden können.

Ein Einwohner gibt bekannt, dass von den Hauptsträngen genaue Pläne vorhanden sind, aber nicht von den Nebensträngen. Er befürwortet das Vorhaben des Vorstandes.

Ein Einwohner ist mit der Kostenoptimierung des ARA-Projektes nicht einverstanden. Mit dem vorgeschlagenen Modell leide die Qualität der Arbeit.

Die Versammlung stimmt einem Projektierungskredites von 30'000 Franken für die Sanierung der ARA und der Aufnahme des Kanalisationsnetzes einstimmig zu.

6. Genehmigung der Entschädigungsverordnung

Mit der Einladung der Versammlung wurde ein Entwurf für eine neue Entschädigungsverordnung verteilt. Die Vorstandsentschädigungen der einzelnen Ressorts weisen grosse Differenzen auf. Aufgrund von Arbeitsumlagerungen drängt sich eine Anpassung auf.

Ein Einwohner findet die Anpassung der Vorstandspauschalen richtig, hält aber einen Stundenlohn von 25 Franken als angemessen. Sitzungsgelder sollten nicht durch den Stundenlohn ersetzt werden und schlägt dafür eine Pauschale vor. Er stellt den Antrag das Taggeld für 1/1 Tag auf 200 Franken, für ½ Tag auf 120 Franken und das Sitzungsgeld auf 70 Franken zu setzen.

Ein Einwohner stellt den Antrag für einen Stundenlohn von 25 Franken.

Eine Einwohnerin fragt, wie lange eine Sitzung bzw. eine Halbtages- oder Tagessitzung dauert und ob eine Entschädigung in Stundenansatz realistischer wäre.

Eine Einwohnerin plädiert für die Abschaffung des Stundenlohnes für den Vorstand.

Ein Einwohner findet einen Stundenlohn von 30 Franken für den Vorstand gerechtfertigt.

Ein Einwohner befürchtet, dass die 30 Franken pro Stunde bei Alp- und Allmeineräumungen einen Rattenschwanz mit sich ziehen könnte.

Der Präsident möchte bezüglich der Entlöhnung einen Ausgleich zwischen den Angestellten der Gemeinde und des Vorstandes schaffen, da der Stundenlohn eines Angestellten inkl. des 13. Monatslohnes und den Sozialleistungen über 30 Franken liegt. Allgemeine Arbeiten des Vorstandes wie Sitzungsvorbereitung und Aktenstudien werden mit der Jahresentschädigung abgegolten.

Abstimmung:

Das Reglement tritt rückwirkend auf den 1. Januar 2002 in Kraft.

7. Verschiedenes und Umfrage

Schluss der Versammlung um 21:45 Uhr

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© Gloor Sufers, 01. Juli 2002, erneuert am 02. Januar 2006